Blog, Brustkrebs

Brustkrebs – Umgang kurz nach der Diagnose

Nichts ist mehr, wie es einmal war. Brustkrebs ist die Schockdiagnose schlechthin, die zudem eine baldige Entscheidungsfindung verlangt. Ebenso müssen Weichen gestellt werden für eine zukunftsorientierte Behandlungsmethode. Fragen kreisen im Kopf, die eine Antwort suchen. Die Angst als Begleiter und ein „nicht wahrhaben wollen“ steigen auf. Gibt es wirklich einen Ausweg aus dieser Situation? – Dennoch, die Medizin schreitet mit neuen Verfahrenstechniken und Therapien unaufhörlich fort. Dem Brustkrebs wird somit effizient der Kampf angesagt. Folglich heißt es auch, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen und etliche Informationen einzuholen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Niemand muss überstürzt Entscheidungen treffen. Es handelt sich ja schließlich nicht um einen Herzinfarkt. Es gibt somit kein von „heute auf morgen“ und demzufolge ist eine Bedenkzeit gegeben. Erstmal sacken lassen. Gefühle wie Wut, Verzweiflung und die Angst vorm Tod gehören dazu. Auch kommt die Frage auf: „Warum gerade ich?“ Verschiedene Arten von Brustkrebs stehen im Fokus des Geschehens. Ob langsam wachsende oder schnell wachsende Arten wie der gefürchtete Brustkrebs „triple negativ“. Selbst diese Variante benötigt mindestens 200 Tage, um sich zu verdoppeln.

Leichter gesagt als getan die Ruhe zu bewahren und den Kopf nicht zu verlieren. Aber Hektik und Stress sind ein schlechter Berater, der zu Übersprunghandlungen führt. Kraft tanken und sich mit dem Burstkrebs auseinandersetzten und wenn möglich Hilfe in Anspruch nehmen. Gerade Psychoonkologen sind dabei eine wertvolle Unterstützung. Ebenso muss das Selbstvertrauen, das mit einem Schlag zunichtegemacht wurde, langsam wieder aufgebaut werden.

Wissen nimmt Angst

Niemand muss der Angst auf Dauer ausgeliefert sein. Viele Betroffene interpretieren zu viel in ihre Hoffnungslosigkeit hinein und sind dann allem und jedem schutzlos ausgeliefert. Ärzte, Onkologen und die jeweiligen Krankenkassen nehmen sich dieser Problematik ganz gezielt an. Mit „mehr Wissen gegen weniger Angst“ – so lautet das Motto. Denn Brustkrebs bedeutet keinesfalls das Ende und der Wille zu Leben ist dabei überlebenswichtig.

Ist die Diagnose schwarz auf weiß gegeben, sollte man sich Punkt für Punkt mit dieser auseinandersetzen. Niemand muss sich dabei überfordern und sollte sich nur so viel zumuten, was er aufnehmen kann. Des Weiteren sollten sich die behandelnden Ärzte Zeit für Fragen und intensive Aufklärungsgespräche nehmen. Es gibt Patientenratgeber und sinnvolles Anschauungsmaterial. Die Betroffenen sind kein Opferlamm, sondern ein wichtiger Teil mit guten Chancen in der Behandlungsstrategie.

Es ist mehr als wichtig, alle Unterlagen der vergangenen Jahre einzuholen. Dies bringt mehr Aufschluss und Licht ins Dunkle. Demzufolge ist eine gute und intensive Zusammenarbeit mit den Ärzten mehr als je zuvor gefordert.

Maßgenschneiderte Behandlung

Ist die Diagnose gestellt und diese verdaut, benötigt es eine individuelle und maßgeschneiderte Therapie. Dabei stehen, je nach Wohnort und Stadt, Frauenkliniken und Brustzentren zur Verfügung, darunter spezifische klinische Einrichtungen mit einem hohen Wissensstand und einem jahrzehntelangen Erfahrungsschatz. Dabei werden oftmals beste Behandlungen in Studien erprobt und hocheffizient im Klinikalltag umgesetzt.

Je nach Art und Verlauf des Brustkrebses stellt sich die Frage, welche Therapiestudien im gegebenen Fall derzeit vorliegen. So ist die sicherste und aktuellste Behandlungsform gewährt. Infolgedessen sind alle Voruntersuchungen ein wichtiger Bestandteil, um zielgenau handeln zu können. Auch ein Risikoprofil des Tumorgewebes ist anzuraten. So kann ein Rückfallrisiko minimiert und die individuelle Einschätzung dazu gegeben werden. Gerade das Tumorgewebe an sich kann einen Hinweis geben und sollte keinesfalls als Abfallprodukt angesehen werden. Die Schritte nach der Diagnose geben Aufschluss und nehmen nach und nach die Angst. Demzufolge ist eine gute Aufklärung das A und O für bessere Heilungschancen.