Brustkrebs, Brustrekonstruktion

Brustkrebs: Brustaufbau mit Implantaten 

Wiederaufbau der Brust

Bei ca. 30 % der Patientinnen wird es notwendig sein, die Brust zu entfernen. Um sich anschließend trotzdem als Frau wieder spüren zu dürfen, gibt es Methoden, die Brust wieder herzustellen.

Die privaten und gesetzlichen Kassen übernehmen die vollen Kosten für eine Brustrekonstruktion auf natürliche Weise oder mit Implantaten.

Den richtigen Zeitpunkt für die OP bestimmt die Patientinnen selbst. Es ist möglich während der Amputation der kranken Brust, hier schon die Rekonstruktion gleichzeitig zu vollziehen. Für die Frauen kann dies psychisch sehr entlastend sein, nach der OP mit beiden Brüsten aufzuwachen.

Die gängige Methode ist der Brustaufbau mit Implantaten. Es wird eine Methode angewandt, die der Brustvergrößerung in der Ästhetischen Chirurgie sehr Nahe kommt. Voraussetzung ist, dass genügend Haut vorhanden ist. Je nach Fall wird nur die Brustdrüse entfernt und der Hautmantel wird erhalten. Bei der Ablantierung der gesamten Brust ist der Einsatz eines Implantates noch möglich. Es ist möglich, dass der zu setzende Expander schon während der Ablation platziert werden kann. Es handelt sich um ein kleines Kunststoffkissen, was man Expander nennt. Dieses wird mit einer Kochsalzlösung aufgefüllt. Hierfür wird ein Ventil äußerlich nach und nach mit der Kochsalzlösung aufgefüllt bis zur Wunschbrustgröße. Nach ca. 6 Wochen ist es möglich, dass der Expander mit dem eigentlichen Implantat ausgetauscht wird.

Das ETHIANUM in Heidelberg verwendet die Implantate des Marktführers und werden unter die Haut bzw. hinter dem Brustmuskel platziert. Diese Kissen haben eine aufgeraute Silikonhülle und sind mit qualitativ hochwertigem Silikongel befüllt.

Implantate – Vor- und Nachteile:

Ein Implantat ist vergleichbar mit einem weichen Gummibärchen. Es gibt viele Horrormeldungen, was passiert, wenn es bei einer Verletzung zu einem Defekt der Silikonkissen kommt. Falls es zu einem Defekt der Hülle kommt, tritt keine Flüssigkeit aus. Aus diesem Grunde der Vergleich mit den Gummibärchen.

Die Vorteile:

Keine Gewebeentfernung von anderen Stellen, somit keine weiteren Narben am Körper. Eine Methode, die gerade für dünne und schlanke Frauen vorteilhaft ist: es wird kein Gewebe an Po, Rücken und Bauch entfernt. Durch entsprechende Implantatgrößen kann mit dem Brustaufbau eine Brustvergrößerung stattfinden, welche an die rekonstruierte andere Brust angeglichen wird.

Die Nachteile:

Der Nachteil ist, dass es vorkommen kann, dass anders als bei der Methode mit dem Eigenwebe, eine Abkapslung stattfinden kann.

Austausch nach spätestens 10 bis 15 Jahren, da es durch eine Kapselfibrose zur Verformung und Schmerzen kommen kann. Generell wird ein Austausch nach 10 Jahren angeraten.